Tierparkbesuch bei schlechtem Wetter
| Bielefeld (bi)
An sonnigen Tagen ist der Bielefelder Heimat-Tierpark ein beliebtes Ausflugsziel. Viele Stammgäste des Tierparks wissen aber, dass auch bei nicht optimalem Wetter ein Besuch im Tierpark lohnenswert ist. „Gerade in der aktuellen Jahreszeit sind die Tiere viel aktiver als später im Jahr“, erklärt Tierparkleiter Dr. Benjamin Ibler. „Da auch weniger Besucherinnen und Besucher im Park sind, hat man mehr Möglichkeiten, die Tiere in ihren Gehegen entspannt zu beobachten.“
Der Tierparkleiter hat einen besonderen Tipp für Schlechtwettertage: „Unsere Tierpräparate-Ausstellung ist in einem kleinen Fachwerkhäuschen in der Nähe des Meierhofes und neben dem großen Spielplatz untergebracht. Hier kann man ganz in Ruhe und vor der Witterung geschützt sehr gut viele Tiere aus der Nähe betrachten und sich in der Tierbestimmung üben.“ Die Tiere sind in sogenannten Dioramen angeordnet, das heißt, dass sie in ihrem Lebensraum dargestellt werden. „Wir haben in der Ausstellung Präparate von nahezu allen einheimischen Vögeln“, sagt Ibler. Mit im Haus befindet sich außerdem der Tierparkshop. „Hier gibt es schöne Souvenirs und passende Erinnerungsstücke zu kaufen. Und das Beste daran: Mit jedem Einkauf im Shop unterstützt man den Tierpark“, betont Ibler.
Falls man im Park mal von einem Regenguss überrascht wird, so kann man einen der vielen Unterstellmöglichkeiten aufsuchen, die in den vergangenen Jahren geschaffen wurden. So gibt es zum Beispiel im Streichelzoo das Nagetierhaus mit Wild- und Hausmeerschweinchen sowie Zwergkaninchen. Übrigens: Strenggenommen gehören Kaninchen nicht zu den Nagetieren, sondern zu den Hasentieren. Ein weiteres Nagetierhaus gibt es nahe den Hühnervolieren. Dort sind Hausmäuse und Hausratten zu sehen. Hausratten sind trotz ihres Namens selten und bedroht. Wesentlich verbreiteter in unseren Städten ist die Wanderratte.
Eine kleine Innenanlage mit Publikumseinsicht besitzt das Marderhundhaus. Der Marderhund stammt ursprünglich aus Sibirien und ist in der Regel eher abends aktiv. Mit etwas Glück kann man ihn in seiner Anlage beobachten.
Große Sichtscheiben zum Außengehege bieten die beiden Unterstände bei den Europäischen Wölfen. Derzeit sind die Tiere besonders aktiv und gut zu beobachten. Da Bäume und Sträucher noch kein Laub tragen, kann man die Wölfe derzeit auch noch besser erspähen.
„Einen ,Allwettergang‘ haben wir auch hier in Bielefeld. Zugegebenermaßen jedoch in kleinerem Ausmaß, als man ihn aus dem Münsteraner Zoo kennt“, so Tierparkleiter Ibler. Trockenen Fußes hat man bei den Waschbären und Nutrias einen Einblick in die Anlage. „Diese Anlage besitzt eine schöne Felsrückwand und ist ein Gehege mit Geschichte, denn es beherbergte früher Wölfe und Luchse.“
Einen besonders schönen Regenunterstand gibt es außerdem beim Europäischen Biber, der sich mitten auf dem Stauweiher befindet. Die Besucherinnen und Besucher können über einen Steg dorthin gelangen. Eine große Sichtscheibe gibt den Einblick ins Innere der Biberburg frei. „Bei Frost müssen wir diesen Steg nur leider sperren, da er dann viel zu glatt für die Besucherinnen und Besucher ist.“
Im ganzen Park verteilt finden sich außerdem zahlreiche Schutzhütten, die auch optimal für ein windgeschütztes Picknick genutzt werden können. Die Standorte der Hütten sind im Lageplan eingezeichnet, der auf der Tierparkseite unter Downloads hinterlegt ist: www.bielefeld.de/tierpark.